Fussballwunder
Kein Wunder, aber doch eine grosse Genugtuung ist die Tatsache, dass es letztes Jahr mit der, seit langer Zeit gewünschten Realisierung des Kunstrasens an der Burgerstrasse, geklappt hat. Aus diesem Grund herrschte auf dem Rasen, in den Garderoben, aber auch in unserem Clubhaus bereits seit Januar ein sehr reger Betrieb. Jeden Abend trainierten die Teams unseres Vereines, aber auch des FC Thun, des FC Dürrenast und des FC Fortuna auf dem Kunstrasen an der Burgerstrasse. Da wir mit momentan mit lediglich sieben Mannschaften wirklich ein kleiner Verein sind, wirkte die «Übermacht» anderer, grösserer Vereine manchmal schon etwas beängstigend. Wenn unsere Junioren D mit 20 Spielern auf einem Viertel des Platzes trainieren und der ganze Rest des Feldes inklusive Einlaufstreifen von Teams anderer Vereine besetzt ist, kann ich verstehen, dass sich unsere Vereinsmitglieder etwas fremd auf dem eigenen Platz vorkommen. Das ist wohl oder übel der Nachteil dafür, dass der Kunstrasen verwirklicht wurde und der dafür notwendige Heimfall der Garderoben und des Clubhauses an die Stadt Thun erfolgte. Die Platzzuteilung erfolgt jedoch immer gemäss den Vorgaben, welche wir Thuner Vereine uns notabene selbst auferlegt haben. Z.B. haben die Junioren bis zum D-Alter jeweils einen Viertel Platz zur Verfügung und ab 11-er Fussball jeweils einen halben Platz, ausser natürlich Teams welche im Bereiche des Leistungsfussballes (FC Thun) angesiedelt sind und mindesten teilweise mehr Platz zugeteilt erhalten.
Unsere 3. Liga konnte den Schwung der Vorrunde über die Winterpause nicht ganz konservieren und von den ersten fünf Spielen der Rückrunde nur gerade eines siegreich gestalten. Dennoch ist die Mannschaft weiterhin Teil des breiten Mittelfeldes und sollte, wenn nicht nunalle noch schief läuft, mit dem Abstieg wirklich nichts mehr zu tun haben.
Nach dieser Saison endet die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Trainer unseres «Eins», Roger Schürch. Nach vier erfolgreichen Jahren, mit dem absoluten Höhepunkt des Aufstiegs in die 3. Liga, haben wir uns im gegenseitigen Einvernehmen entschieden, nach dieser Saison getrennte Wege zu gehen. Röschu wird vorerst eine fussballerische Pause einlegen und die viele zusätzliche Freizeit der Familie und der beruflichen Weiterbildung widmen.
Röschu, wir danken dir ganz herzlich für deinen Einsatz zu Gunsten deines Teams und des Vereines FC Rot-Schwarz.
Ebenfalls verlassen, wird uns Reto Lehmann, welcher einen grossen Teil der Saison als Assistenztrainer mitwirkte und seinen Teil zum erfolgreichen Ligaerhalt beigetragen hat. Auch dir Lehmi, vielen Dank.
Neuer Trainer der 3. Liga wird Benu Blaser, welcher nun während vier Jahren die zweite Mannschaft erfolgreich trainiert, den Aufstieg in die 4. Liga erreicht und auch den Ligaerhalt geschafft hat.
Unterstützt wird Benu weiterhin von Marco Messerli als Assistenztrainer.
Wir sind überzeugt, mit dieser vereinsinternen Nachfolgelösung die Weichen für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft gestellt zu haben.
Die 4. Liga hatte in dieser Saison bis jetzt mehr zu kämpfen, als allen lieb war. Mit dem Sieg in Rubigen, am Tag nach der leider noch verschobenen Meisterfeier des FC Thun, konnte unser Team das letztplatzierte Rubigen um 8 Punkte distanzieren, ein Vorsprung, welcher eigentlich in den verbleibenden fünf Runden nicht mehr verspielt werden sollte.
Was mir grosse Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass es weiterhin äusserst schwierig ist, Vereinsmitglieder zu finden, welche bereit sind einen Posten im Vorstand zu übernehmen oder als Juniorentrainer ihr Fussballerisches Wissen an unsere Junioren weiterzugeben.
Wann der Posten des Spiko z.B. von einem unserer Mitglieder bekleidet wurde, kann ich mich kaum mehr erinnern. Mit Walter Loosli, Esther Bischoff und Beat Kupferschmied waren es in den letzten weit über zehn Jahre immer «Ausswärtige», welches dieses Amt ausgeübt haben. Wir waren immer sehr froh, dass sie sich zur Verfügung gestellt haben und sie alle haben ihren Posten mit viel Engagement und Pflichtbewusstsein ausgeübt. Aber nach jeweils 2 oder 3 Jahren mussten wir uns wieder auf die Suche nach einem neuen Spiko machen.
Ich übe nun dieses Amt, neben demjenigen des Präsidenten bereits zwei Jahre aus und ich kann allen bestätigen, es ist kein Hexenwerk und jeder oder jede, welcher sich nur ein wenig für Fussball interessiert, kann die Aufgaben des Spiko mit einem recht geringen Zeitaufwand problemlos bewältigen.
Für mich ist es frustrierend, da meine Zeit, welche ich für den Verein aufwenden kann auch irgendwo begrenzt ist und ich mich weder als Spiko noch als Präsident so engagieren kann, wie ich eigentlich möchte.
Also bitte meldet euch, wenn ihr euch irgendwie zusätzlich für unseren Verein einsetzen wollt.
Ich danke Rosalba und meinen Kollegen im Vorstand für ihren Einsatz und ihre Arbeit zugunsten des FC Rot-Schwarz. Auch allen Funktionären, Trainern, Schiedsrichtern und allen anderen, welche es möglich machen, dass Abend für Abend und Wochenende für Wochenende auf dem neuen Kunstrasen Fussball gespielt werden kann, ganz herzliche Dank.
Euer Präsident
Sam Stump